GOR09 Nachbericht: “Mobile: Data Collection and Business”
Die dreiteilige Vortragsreihe „Mobile: Data Collection and Business 1” mit abschließender Diskussion wurde moderiert von Emmanual Maxl.
Dr. Tanja Pferdekämper (Globalpark AG) hob in ihrem Beitrag neben der Ortsunabhängigkeit und Flexibilität mobiler Befragungen vor allem die hohe Antwortgeschwindigkeit der Teilnehmer als vorteilhaft hervor. Ergebnisse stehen über dieses Medium nahezu in Echtzeit zur Verfügung. Die hohe Rücklaufquote interpretierte sie als Hinweis darauf, dass die Befragungsform sehr gut von den Teilnehmern angenommen werde.
Im Vergleich der Geräte, die beim mobilen Surfen benutzt werden, dominiert das iPhone von Apple derzeit deutlich vor Modellen von Nokia, Sony Ericsson und Samsung (Stand: Januar 2009; Quelle: AdMob Mobile Metrics Report).
Malte Friedrich-Freksa (YOC AG) ergänzte demographische Zahlen: Die typischen Teilnehmer an mobilen Befragungen sind demnach männlich, jung und überdurchschnittlich gebildet. Als Zielgruppen für mobile Befragungen sind in erster Linie sonst schwer erreichbare Gruppen interessant wie z.B. junge Menschen oder Manager. Friedrich-Freksa unterschied dabei zwischen zwei Einsatzmöglichkeiten: Auf mobilen Websites und innerhalb mobiler Panels. Durch die schnelle Folge der Teilnahme auf die Einladung beeinflusst der Zeitpunkt der Einladung den Ort der Teilnahme.
Besonders für kurze Fragebögen sind mobile Befragungen eine adäquate Alternative, wie Friedrich-Freksa unterstrich. Nachteilen wie technischen Barrieren und starkem Kostenbewusstsein stehen Vorteile wie Geschwindigkeit, Design, Motivation und Erreichbarkeit entgegen.
Prof. Michael Bosnjak (Freie Universität Bozen) untersuchte die verschiedenen Determinanten der Teilnehmerintention in Bezug auf mobile Befragungen. In den Ergebnissen kam zum Vorschein, dass man in eher wichtige und eher unwichtige Determinanten gruppieren kann. Zu den tendenziell Wichtigen zählt er „perceived enjoyment“. Wichtig, wenn auch in etwas geringerem Umfang, scheint auch „attitude towards participation“. Beide Determinanten werden wiederum durch die „self-congruity“ beeinflusst. Prof. Bosnjaks Untersuchungen zufolge zählen „data security trust“ und „low entry barriers“ offenbar zu den eher unwichtigen Determinanten – Eintrittsbarrieren und Sicherheitsbedenken spielen also bemerkenswerterweise keine so entscheidende Rolle bei der Teilnahme an mobilen Befragungen. Eine ähnlich geringe Bedeutung haben außerdem die Einflussgrößen “perceived costs” sowie “opinion of others”.
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