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Artikel Tagged ‘Social Web’

Twitter und Online-Umfragen oder: Wie ein Blumenkübel die Welt veränderte

4. August 2010: Ein Blumenkübel geht um die Welt. Trending Topic bei Twitter ist der Begriff #Blumenkübel. Wie konnte es dazu kommen und was haben Online-Umfragen damit zu tun?

Wir sind immer wieder fasziniert davon, wie schnell über Twitter Nachrichten verbreitet werden. In dieser Woche zeigte sich, dass auch Sommerloch-Themen Ihren Platz bei Twitter bekommen können.

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Twitter Studie und die Top-5 der Social-Media-Nutzung

3. Februar 2010 Nina Hürter Keine Kommentare

Was treibt die Nutzer von Twitter an? Was sind die Top 5? Und vor allem, wie verbreitet sich eine Umfrage ausschließlich über eine Social Web-Anwendung?


Das waren unsere Leitfragen, um eine kleine Studie zu starten, deren Feldstart wir zu einem Vortrag über Social Media zeigten.

Die Ergebnisse vorab:

1.) „Was reizt Dich an Twitter, welche Motivation treibt dich an?“

Interessante Fundstücke austauschen (n=80), aktuelle Ereignisse in Echtzeit austauschen Kontakt und Austausch zu Fachpublikum waren häufig genannte Motive. Auch Twitter als Kanal der Kundenkommunikation wurde noch häufig genannt (n=42). Beim Ranking hingegen steht dies an erster Stelle.


2).

2.„Wähle deine Twitter-Top-5-Liste“

  1. Twitter als Kanal der Kundenkommunikation
  2. Kontakte zu Freunde und Bekannte pflegen
  3. Möglichst viele Follower zu haben
  4. Interessante Fundstücke im Netz austauschen
  5. Kontakt zu Fachpublikum gewinnen

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Surveytainment und Social Media

24. November 2009 Ivonne Preusser Keine Kommentare

„Surveytainment und Social Media: Innovative Befragungsformen für die Marktforschung“

Vortrag von Ivonne Preusser und Ingo Friepörtner im Rahmen der Research & Results (28./29. Oktober 2009)

Gestaltungsrahmen und Ausgangsthese:

Die rasanten Entwicklungen des Internets sind Impulsgeber für Veränderungen im Kommunikations- und Rezeptionsverhalten der Menschen. Im Zeitalter des Social Web und neuer, dynamischer Tools und Anwendungen verändern sich auch die Ansprüche an die Gestaltung von Onlinefragebögen.

Hierauf aufbauend wurden zu den drei nachfolgenden Themengebieten Studien, Ergebnisse und Praxisbeispiele vorgestellt. Diese bieten neue Impulse für die Befragungsgestaltung.

1.) „Online-Befragungen im Wandel“: – Stationen und Meilensteine

„Wie hat sich die Online-Befragung entwickelt und wo stehen wir jetzt?“

Es zeigt sich, dass die Online-Methode eine rasante Entwicklung in den letzten 10 Jahren erlebt hat. Vom Start aus der Nische heraus, werden in der „Pioniergeist“-Phase (1999) die Grundlagen für die weitere Ausgestaltung durch Beforschung des Internets, Instruments und der Nutzer gelegt. Für den „Sturm und Drang“ in den Jahren 2005/2006 zeigt sich ein steiler Aufstieg der Online-Erhebung auf 22%, die Breitbandanschlüsse wachsen und Web 2.0 steht in den Startlöchern. Angekommen in der ”Yes we can“-Phase (2009) ist Online mit 31 % ein etablierter,großer ”Player”geworden und wird in allen Feedback-Anwendungsfeldern - so auch Social Web, Customer Relationship Management – eingesetzt. Die anfänglichen technischen Herausforderungen sind bewältigt, das Internet als ”Massenphänomen” mit 52 Mio. in Deutschland und weltweit 1,3 Mrd. Nutzer durchdringt alle Lebensbereiche.

Pioniergeist-1999-2000Yes we can-2008-2009Sturm und Drang-2005-2006

2.) „Impulse durch Social Media“ – Neue Herausforderungen / Chancen für Online-Befragungen

“Wie können verschiedene Zielgruppen in den sich schnell veränderten Umwelten adäquat angesprochen werden und wie können die neuen Interaktionsmöglichkeiten effektiv in Befragungen integriert werden?“

Das „Social Web/ Web 2.0 / Social Software” hat einen grundlegenden Wandel im Umgang mit dem WorldWideWeb bewirkt. Im Besonderen wirken sich diese Impulse in zwei Bereiche aus:

Mediennutzung („Art & Form“)

  • Abbau von Zugangsbarrieren / „Mitmachnetz
  • Neue Nutzungsanlässe / soziale Kontext / andere Surfgewohnheiten
  • Neue Generationen (Digital Natives) und Nutzertypologien entstehen („Habitualisierung“)

Wahrnehmung („Auge & Hand“)

  • Einfache Handhabung (Social Software)The Conversation
  • Neue Interaktionsformen
  • Usability, Design / Anmutung im Wandel (u.a multimedialer)
  • Interesse und Aufmerksamkeit

Unserer These nach, werden hier die Impulse “sicht- und spürbar”. Sie stellen somit die neuen Herausforderungen für Onlinebefragungen dar.

Als ein Beispiel für die Kommunikation einer Befragung ausschließlich über eine Social Web-Anwendung wurde die Globalpark-Twitter-Studie angeführt: Diese Online-Befragung zur Nutzungsmotivation (Top-5-Ranking) und Meinungsabfrage zur Zukunft von Twitter wurde ausschließlich über Twitter-Benachrichtigung (Kurznachrichten bis zu 140 Zeichen = Tweet) verbreitet. In einem Echtzeit-Feedback konnten der aktuelle Verbreitungsstand in der Twitter-Community aufgezeigt und erste Zwischenberichte zur Studie mitgeteilt werden. (Ergebnisse der Studie im gesonderten Blogbeitrag). In einem weiteren Praxisbeispiel wird die Integration von Befragungen in die Social Media-Anwendungen Facebook vorgestellt, wobei ausgewählte Panelisten zusätzlich aus Facebook heraus auf Panelbefragungen zugreifen können.

Wichtig war uns hierbei, Möglichkeiten aufzuzeigen, bei denen die Befragungszielgruppe in ihrem jeweiligen Aktivitätsraum „abgeholt“ bzw. angesprochen wurde. Es ist und bleibt sicherlich spannend, mögliche Auswirkungen auf das Nutzungs- und Antwortverhalten zu beobachten. Hier sind die Forschungen noch ebenso jung wie das Social-Web.

3.) „Anregungen durch Surveytainment“ – Erweiterung um innovative Komponenten in der Praxis

“Wie können Befragungen als Gesamtkonzept erdacht und gestaltet werden, so dass die Bedürfnisse, Anforderungen und Erwartungen der jeweiligen Zielgruppen adäquat angesprochen, das Befragungsziel erreicht und die Ergebnisse valide werden?“

PageflipDie Gestaltungsmöglichkeiten von Fragebögen sind aufgrund technischer Entwicklungen enorm gestiegen und das  Thema „Surveytainment“ wird immer häufiger diskutiert. Wir verstehen Surveytainment auch als eine spannende Herausforderung an die Konzeption und Gestaltung von Online-Befragungen – entsprechend der angeführten Social-Web-Impulse. So ergeben sich mit der Integration von Multimedia- Elementen, der Nutzung interaktiverer Fragetypen und der Integration von Applikationen interessante Möglichkeiten, die Befragungsteilnehmer anzusprechen und interaktiv in Befragungen einzubeziehen. Sinnhaftigkeit und Realitätsnähe ist hierbei Voraussetzung!

http://schulung.efs-survey.com/uc/surveytainment2009    (Surveytainment / Flash Demo)

Ein Beispiel für eine Simulation ist der “Regaltest”, bei dem die Probanden verschiedene Lebensmittel per Regaltest (Kühlschrank)Drag-&-Drop in den Kühlschrank einsortieren müssen. Bei Koordinatenbeispiel hingegen, müssen die Teilnehmer ihre Antworten in ein Koordinatensystem – nach Häufigkeit und Kontext der Nutzung – einordnen. Das Webportal Koeln.de lässt die Themenbelegung in der Navigation per Drag&Drop sortieren. Darüber hinaus bieten die Fragetypen Pageflip, Slider und Ranking sowie Flashintegrationen neue Umsetzungsmöglichkeiten – so etwa bei einem intuitiven Prototypen-Testing. Auch das Einbinden von qualitativen Elementen wie etwa das Whiteboard oder ein Diskussionsboard / Foren zur Vertiefung einer Befragungsinhalts sind möglich.IPhone

MTV Flash-Drag-DrogAber nicht nur innovative Gestaltungsmöglichkeiten sondern auch die Entwicklung neuer Fragebogenmedien bieten Vorteile u.a. bei der Erreichbarkeit. Mit der Entwicklung der „Mobilen Befragungen“ ist es möglich, Probanden ortsunabhängiger und schneller zu befragen. Um dies zu demonstrieren, hatten zum Abschluss alle Teilnehmer die Möglichkeit über einen QR-Code an einer mobilen Befragung auf dem eigenen Smartphone teilzunehmen.

Um die Präsentation zu sehen einfach auf den Pfeilbutton im Fenster unten klicken.

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Nachbericht – 3. Expertenforum zu Social Web

22. Oktober 2009 Marvin Popescu Keine Kommentare

Am Dienstag, dem 20.10. 2009, fand zum 3. Mal in den Räumen der Globalpark AG das Expertenforum statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung referierte Frau Dr. Monika Taddicken von der Uni Hamburg aus Ihrem Forschungsbereich Web 2.0 zum Thema “Das Social Web aus der Sicht der User: Nutzung = Partizipation = Selbstoffenbarung ?”.
Um den Begriff Social Web ranken sich heute viele Begriffsdefinitionen und Interpretationen, die mit der Veröffentlichung von immer mehr Blogs, Wikis wie Wikipedia, Videoplattformen wie Youtube oder sozialen Plattformen wie Xing, Studi-VZ oder Facebook, immer umfassender und komplexer werden. Beispielsweise sprechen die einen in diesem Zusammenhang von Social Web, die anderen von Web 2.0.

Einige verstehen darunter die Gesamtheit verschiedenster webbasierter Anwendungen, die Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme bieten und somit den Nutzer zum Produzenten von Inhalten (Text, Bild, Ton) werden lassen. Andere wiederum sehen darin ein Instrument zum Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagement. Welche Begriffsdefinition und Interpretation persönlich bevorzugt wird, ist letztlich wohl lediglich eine Frage der Perspektive.

Die Nutzung von Social Web Angeboten ist ebenso differenziert wie die Begriffsbestimmung. Einer Studie von Buseman und Gscheidle aus dem Jahr 2009 wird zum Beispiel Wikipedia von 65 % der Internetnutzer unter 14 Jahren genutzt, wohingegen Blogs lediglich von nur 8 % genutzt werden. Videoplattformen und freizeitorientierte, soziale Netzwerke weisen in den vergangenen drei Jahren einen eindeutigen positiven Trend auf. Die Nutzung stieg im Fall der Videoplattformen von 34 % auf 52 % und die der freizeitorientierten, sozialen Netzwerke von 15 % auf 34 %.

Die Nutzung ist jedoch nicht mit Partizipation gleichzusetzen, da in den letzen drei Jahren lediglich knapp zwei Drittel der befragten Internetnutzer wenig bzw. kein Interesse daran hatten, aktiv Beiträge zu verfassen und ins Internet zu stellen. Bei Wikipedia sind es gar nur 1 % der Befragten, die in diesem Jahr Inhalte eingestellt haben.

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3. Expertenforum mit Frau Dr. Monika Taddicken

meinald_2_grosNach einer Sommerpause startet das Expertenforum mit der 3. Veranstaltung!
Das nächste Expertenforum findet am 20. Oktober 2009 um 17:00 Uhr in den Räumen der Globalpark AG in Hürth statt.
Frau Dr. Monika Taddicken (Universität Hamburg) wird aus Ihrem Forschungsbereich Web 2.0 zum Thema “Das Social Web aus der Sicht der User: Nutzung = Partizipation = Selbstoffenbarung?” referieren. Sie sind herzlich eingeladen zum Austauschen und Kennenlernen – auch beim abschließenden Kölsch .

Globalpark University: Die erfolgreiche Reihe “Expertenforum” bietet Globalpark/Unipark interessierten Kunden, eigenen Mitarbeitern und Experten aus Forschung und Wissenschaft ein Gesprächsforum. Im Rahmen dieser kostenfreien Reihe laden wir externe Dozenten aus Forschung und Wissenschaft zu uns ein, um in lockerer Atmosphäre über interessante Themen der Online-Forschung in Austausch zu treten und zu diskutieren.

Wenn Sie Interesse haben, registrieren Sie sich vorab über unser Anmeldeformular oder schreiben Sie eine Mail an schulung@globalpark.com.

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Neue Öffentlichkeit im Web

15. September 2009 Annette Mey Keine Kommentare

Vortrag von Dr. Jan Schmidt, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung anlässlich des 10 jährigen Jubiläums der Globalpark AG

130 Freunde hat der durchschnittliche Facebook Nutzer laut einer Studie die von Dr. Jan Schmidt im Workshop zur „Neuen Öffentlichkeit im Web“ vorgestellt wurde. Wie im echten Leben wird zwar auch hier unterschieden in engere Freunde und Bekannte, es zeigt sich aber auch, dass das Social Web im Leben der 12- bis 24jährigen einen hohen Stellenwert hat.

Herr Dr. Schmidt, seines Zeichen Soziologe, stellte in dem Workshop einige Kernthesen seines in Kürze erscheinenden Buches „Das neue Netz“ vor. Hierbei nimmt er eine klassische, soziologische Perspektive ein und fragt nach dem sozialen Handeln der Akteure im Netz.

Die Netzwerker wollen gefunden werden. Ohne die sozialen Netzwerke ist man schnell außen vor. Das Motto lautet: „Alle meine Freunde sind bei Facebook aber nicht alle bei Facebook sind meine Freunde“.  Auch youtube und studi-vz sind fester Bestandteil im Alltag und bei der Kommunikation innerhalb der jüngeren Generation. Kontakte werden online gepflegt und die eigene Identität über Profile und Fotos geschärft. Das ist der Grund warum die User mit ihren wahren Identitäten in sozialen Netzwerken vertreten sind, statt mit ausgedachten Spitznamen wie man es aus Chat-Räumen und Foren kennt.

Bei seinen Untersuchungen konnte Dr. Jan Schmidt drei wesentliche Veränderungen des sozialen Handelns im „neuen Netz“ herausarbeiten. Das Identitäts-, das Beziehungs- und das Informationsmanagement haben sich, seinen Untersuchungen zufolge, durch das „neue Netz“ verändert. Aufgrund der Kürze der Zeit ging Herr Dr. Schmidt hauptsächlich auf den letzten Punkt ein: Die Veränderung des Informationsmanagements. Hier sieht er deutliche Auswirkungen, nicht nur bei den Rezipienten sondern gerade auch für die Informationsproduzenten- die Journalisten. Der Wettlauf um Zeit und Aufmerksamkeit spitzt sich immer mehr zu. Informationen werden in Windeseile über Twitter, Netzwerke oder Google verbreitet. Zur Informationsgewinnung greifen laut der Studie 66% der Befragten auf das Internet zurück, wenn sie sich zum Beispiel darüber informieren wollen, was in der Welt los ist.

An diesem Punkt des Vortrags schloss sich eine spannende Diskussion der TeilnehmerInnen zur „Zukunft des bezahlten Journalismus“ und der Problematik mit den vielen frei verfügbaren Online-Angeboten, sowie der massiven Beschleunigung der Distribution von Informationen (Twitter, RSS etc.), an.

Insgesamt war dieser Vortrag sehr lohnenswert, da er die Diskussion rund um das Social Web um wissenschaftliche Aspekte erweitert und daneben am Ende eine spannende Diskussion angestoßen hat.

Autoren: Annette Mey, Carolin Braulik

Impressionen:

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